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Auf meiner jüngsten Reise in die peruanischen Ateliers konnte ich mich persönlich von den Arbeits- und Produktionsbedingungen unserer Textilien vor Ort überzeugen.


Unsere Verantwortung geht aber noch weiter, über die Herstellung der Garne bis zu den Alpaqueros, Familien die Alpakas züchten und mit dem Verkauf der Wolle zum Teil ihren Lebensunterhalt bestreiten.

 


In Peru gibt es mehr als 4 Millionen Alpakas, was etwa 87 % der weltweiten Alpakapopulation ausmacht und das Land zur führenden Nation in der Alpakawollproduktion macht.


Jährlich wird Alpakawolle im Wert von rd. 200 Mio. US-Dollar exportiert. Am Anfang der Wertschöpfungskette stehen die mehr als 82.000 Züchter:innen. Von der jährlich exportierten Menge an Alpakawolle stammen rd. 85 % von Familien, die zwischen 20 und 100 Tiere besitzen. Sie leben in den Hochandengebieten, wo die Landwirtschaft aufgrund der klimatischen Bedingungen unrentabel ist. Das Leben in diesen Gebieten wird durch Dürreperioden und Fröste von Jahr zu Jahr beschwerlicher. Der Klimawandel hat enorme Auswirkungen auf die Weideflächen für die Tiere. Gleichzeitig wollen die Alpaqueros trotz Rückgang der Weideflächen mehr Tiere halten, um ihr Einkommen zu erhöhen.

 

Die traditionellen Abläufe für Pflege, Fütterung und Schur der Alpakas geraten dabei gehörig durcheinander. Fröste außerhalb der Frostsaison und Wasserknappheit aufgrund ausbleibenden Niederschlags beeinträchtigen die Weiden und führen so zu immer häufigerer Futternot. Die Folge ist eine hohe Sterblichkeit bei den Crias (Jungtiere) in den ersten Wochen nach der Geburt und auch bei den erwachsenen Tieren.

 

Und obwohl die Regierung 2023 einen staatlichen Zuschuss für von der Dürre und von Frost betroffene Züchter:innen eingeführt hat, deckt dieser lediglich einen Bruchteil der Verluste. Auch Programme für Schulung und zur Verbesserung der Qualität des Landwirtschaftsministeriums im Jahr 2022 zeigen kaum Wirkung und kommen nur schleppend bei den Betroffenen an.

 

Eine vielversprechende Möglichkeit zur Verbesserung der Situation auf regionaler Ebene besteht im Zusammenschluss der Züchter:innen in Genossenschaften oder ähnlichen Organisationen. So sollte es den Züchtern langfristig möglich sein bei konstanter Herdengröße ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften, um an den uralten Traditionen festhalten zu können.


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