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Die Fashion-Industrie im Wandel: Slow Fashion als nachhaltige Lösung

Die Modeindustrie wurde zuerst von der globalen Pandemie und wird aktuell von den Kriegsschauplätzen auf unserem Planeten stark beeinflusst.

Fragile Lieferketten, erhöhte Transport- und Energiekosten sowie steigende Rohstoffpreise und Lohnkosten setzen der globalisierten Moderbranche zu.

Die Massenproduktion nach dem Prinzip „immer schneller, immer günstiger, immer mehr“ erlebte einen ordentlichen Crash und so mancher, zuvor jahrelang auf der Überholspur, hat diesen nicht überstanden.

 

Hervorgerufen durch eine große Verunsicherung in der Gesellschaft, einer schrumpfenden Wirtschaft und steigenden Verbraucherpreisen hat sich das Konsumverhalten stark verändert und zu einem Wertewandel beigetragen.


War es zuvor überwiegend der Preis und die schnelle Verfügbarkeit, die unser Kaufverhalten maßgebend beeinflusst haben, sind es jetzt vorwiegend Faktoren wie Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, ein qualitativ hochwertiges und langlebiges Produkt und am Ende die Möglichkeit zum Recycling.


1. Nachhaltigkeit und Umweltbelastung:

Die Modeindustrie steht vor der Herausforderung, nachhaltigere Praktiken zu entwickeln, um die Umweltbelastung zu verringern. Dies umfasst die Reduzierung von Abfall, den Einsatz umweltfreundlicher Materialien und die Minimierung der CO2-Emissionen während der gesamten Produktions- und Lieferkette.

2. Soziale Verantwortung und Arbeitsbedingungen:

Fragen der sozialen Verantwortung und den Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette sind von zentraler Bedeutung um die Bekämpfung von Ausbeutung, die Gewährleistung fairer Löhne und die Förderung sicherer Arbeitsbedingungen für alle Arbeiterinnen und Arbeiter zu gewährleisten.

3. Ethik und Transparenz:

Verbraucherinnen und Verbraucher fordern zunehmend mehr Transparenz und Ethik von Modeunternehmen. Die Herausforderung besteht darin, klare und verständliche Informationen über Herstellungsprozesse, Lieferketten und Nachhaltigkeitsbemühungen bereitzustellen, um das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu stärken.

4. Kreislaufwirtschaft und Recycling:

Die Förderung einer Kreislaufwirtschaft ist eine immer wichtigere Herausforderung. Dies beinhaltet die Entwicklung von recyclingfähigen Materialien, die Förderung von Reparatur- und Upcycling-Initiativen sowie die Etablierung von Rücknahmeprogrammen, um die Lebensdauer von Kleidungsstücken zu verlängern und den Abfall zu reduzieren.

 

Der höhere Verkaufspreis von fairer Mode im Vergleich zu herkömmlicher Mode:

1. Fairer Lohn für Arbeiterinnen und Arbeiter:

In der fairen Modebranche werden fairere Löhne gezahlt, die es den Arbeitenden ermöglichen, ein existenzsicherndes Einkommen zu verdienen.

2. Verbesserte Arbeitsbedingungen:

Fair-Trade- und ethische Modeunternehmen investieren oft in die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in ihren Produktionsstätten, was zusätzliche Kosten verursacht, die sich im Verkaufspreis widerspiegeln.

3. Nachhaltige Materialien und Produktionsmethoden:

Fair-Trade- und ethische Modelabels verwenden häufig umweltfreundliche und nachhaltige Materialien sowie Produktionsmethoden, die zwar umweltschonender sind, aber möglicherweise teurer in der Herstellung.

4. Transparente Lieferketten:

Investitionen in transparente Lieferketten und in die Rückverfolgbarkeit der Produkte.

5. Unterstützung lokaler Gemeinschaften:

Soziale Investitionen sowie die Unterstützung lokaler Gemeinschaften tragen zur Entwicklung und zum Aufbau nachhaltigerer Wirtschaftssysteme bei.

 

Zu dieser Umkehr hat nicht zuletzt auch der Klimawandel beigetragen.


Frankreich will nun mit einem Gesetz gegen die Industrie der Billiganbieter vorgehen und so einen Schritt in die richtige Richtung setzen.

Vorgesehen ist eine Umweltabgabe, welche an die Erfüllung von festgelegten Kriterien geknüpft ist. Die Ökobilanz dieser Industrie ist katastrophal und die Herstellung der Wegwerfmode erfolgt in den Herkunftsländern unter zum Teil extrem schlechten Arbeitsbedingungen. Bleibt zu hoffen, dass sich auch tatsächlich etwas verändert und die Umweltabgabe nicht nur 1:1 an die Verbraucher weitergegeben wird.


Mit dem bewussten Kauf von nachhaltigen und ethischen Produkten leisten wir auch einen Beitrag für eine bessere Welt. Dieser Wandel hin zu Slow Fashion hat natürlich auch seinen Preis.


Die höheren Kosten von Slow Fashion sind größtenteils auf die, schon zuvor beschriebenen unterschiedliche Faktoren zurückzuführen.


Hochwertige Materialien sind teilweise nur begrenzt verfügbar und die besseren Bedingungen für alle an der Lieferkette Beteiligten resultieren letztendlich auch in einem höheren Verkaufspreis.


Langfristig zahlt sich der höhere Anschaffungspreis jedoch aus.



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